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Kiezgeschichte

Kiezgeschichte

Das Stralauer Viertel
Das heutige Stralauer Viertel, an dem Weg vom Stralauer Tor (S-Bahnhof Jannowitzbrücke) zum Ratsdorf Stralau gelegen, war Berliner Wiesenland und wurde Hasenkammer genannt. Von dem einstigen Viertel des 19. Jahrhunderts ist es nur noch ein kleiner Teil. 1736 wurde durch die Stadterweiterung das Stralauer Tor, mit einem Waschhaus und einem Zollhaus, an das Ende der Mühlenstraße und der heutigen Warschauer Straße verlegt, ebenso die Flussgrenze der Stadt, der Oberbaum. An seiner Stelle verbindet heute die Oberbaumbrücke die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg.
Der Bau von Eisenbahnlinien und die Spree sorgten für relative Abgeschiedenheit des Stralauer Viertels gegenüber anderen Stadtquartieren. 1842 wurde die Bahn nach Frankfurt an der Oder eröffnet, 1871 die Ringbahn.
1858 ging das erste Berliner Wasserwerk, direkt vor dem Stralauer Tor, in Betrieb.
Mit dem Hobrecht-Plan von 1862 erhielt das Stralauer Viertel eine Struktur von Straßen und Plätzen, deren Bebauung 1914 vollendet wurde.
An der Warschauer Straße begann 1902 die erste Hochbahn-/U-Bahnlinie. Nach der Jahrhundertwende (1900) entstand der Fabrikkomplex für Glühstrümpfe und Glühlampen (Osram, später in der DDR Narva). Als erster großer Stadthafen wurde der Osthafen von 1907 bis 1913 fertig gestellt. 1928/29 wurde er durch ein imposantes Kühlhaus erweitert.
Durch der Grenzschließung fehlte eine durchgehende Verbindung vom Stadtzentrum zum Flughafen Schönefeld. Sie wurde 1968 mit der Elsenbrücke und dem autogerechten Ausbau der Straßen hergestellt.
Nach 1990 veränderte sich äußerlich wenig am Stralauer Viertel. Verloren gegangen waren jedoch tausende Arbeitsplätze mit der Zerstörung des Glühlampenwerks, des Reichsbahn-Ausbesserungswerks und  2006 auch des Osthafens. Die Speicher des Osthafens wurden später zu Medien- und Modedesignstandorten (Universal, MTV) umgebaut, auch neue Gebäude entstanden. Der Narva-Komplex firmiert heute als Bürostandort Oberbaum City.

 


 

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